Prozinc, een insuline speciaal voor katten?
Geplaatst: 23 sep 2016 13:31
Van de Duitse website http://www.katzendiabetes.info/insulin.php komt het onderstaande stuk. De webpagina (waarop nog veel meer informatie staat) is voor het laatst aangepast op 18 december 2014.
De website behoort tot een Duitse dierenartsenpraktijk, die gespecialiseerd is in kattendiabetes en bijkomende aandoeningen.
ProZinc - Ein Insulin speziell für Katzen?
Lange Zeit war Caninsulin als einziges Insulin für Katzen und Hunde in Deutschland zugelassen. Inzwischen gibt es ein weiteres Insulin mit Namen ProZinc. ProZinc wurde von der Firma Boehringer nur für Katzen zugelassen - nicht für Hunde. In den USA war bereits seit Jahren ein Protamin-Zink-Insulin (abgekürzt PZI) auf dem Markt. Dabei handelte es sich jedoch um ein bovines Insulin, welches aus Bauchspeicheldrüsen von Rindern hergestellt wurde. Rinderinsulin wird von Katzen gut vertragen, da die Abfolge der Aminosäuren bis auf eine einzige identisch mit dem der Katze ist. Beschaffungsprobleme bei den Rohstoffen führten jedoch zur Einstellung der PZI-Produktion 1. Das von der Firma Boehringer nun zugelassene ProZinc ist ein gentechnisch hergestelltes, rekombinantes humanes Protamin-Zink-Insulin (abgekürzt PZIR). Es gehört somit zur gleichen Wirkstoffgruppe - zu den PZI - lässt aber den entscheidenden Vorteil für Katzen, den der gleichen Aminosäureabfolge vermissen und ist somit nicht mit diesem identisch.
Die Wirkstoffgruppe der PZI kann bereits auf eine lange Geschichte in der Medizin zurückblicken. Schon Ende der 1920er Jahre wurde das erste Protamin-Zink-Insulin in und für die Humanmedizin entwickelt. Bis in die 1960er Jahre waren PZI dort von Bedeutung. Inzwischen wurde Protamin-Zink-Insulin jedoch weitestgehend von den Insulinanaloga (z.B. Levemir und Lantus) verdrängt, da PZI u.a. folgende Nachteile aufweisen:
- kürzere Wirkdauer,
- ein ausgeprägtes dosisabhängiges Wirkmaximum (steile Kurve und damit erhöhte Gefahr von Hypoglykämien),
- die Notwendigkeit des Durchmischens vor der Injektion und damit ungenaue Dosierung, wenn nicht ausreichend durchmischt wird sowie
- die Abhängigkeit der Wirkdauer von der Injektionsstelle 2
In Deutschland ist deshalb KEIN Protamin-Zink-Insulin in der Humanmedizin mehr zugelassen. Europaweit gibt es nur in England noch ein Insulin dieser Wirkstoffgruppe: Hypurin - allerdings hier wieder auf boviner Basis.
Der Patentschutz für neu entwickelte Medikamente läuft in der Regel 20 Jahre. In dieser Zeit darf kein Mitbewerber Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff herstellen, wodurch die hohen Entwicklungskosten für neue Medikamente honoriert werden sollen. Sind diese Rechte bei älteren Arzneimitteln abgelaufen, kann jeder andere Hersteller Medikamente mit diesen Wirkstoffen herstellen und vertreiben - genau so, wie beim ProZinc-Insulin geschehen.
Die "Neuzulassung" in der Tiermedizin ist im Falle von ProZinc also genaugenommen ein "Recycling" eines in der Humanmedizin seit Jahrzehnten veralteten und in Deutschland nicht mehr erhältlichen Wirkstoffs.
Fachinformationen zu ProZinc vom Hersteller finden sich bisher nur recht spärlich, (http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/doc ... 147211.pdf) denn noch liegen wenig Erfahrungen bei Katzen zum gentechnisch hergestellten ProZinc vor. Die bisherigen Daten lassen vermuten, dass die Wirkstoffkurve flacher und länger als mit Caninsulin, jedoch steiler und kürzer als bei Levemir oder Lantus ausfällt.
Auch wir beurteilen dieses Insulin momentan als für Katzen besser geeignet als der Mitbewerber Canininsulin - jedoch schlechter geeignet als die beiden Insulinanaloga Levemir und Lantus aus der Humanmedizin.
Bei ProZinc handelt es sich um ein 40er Insulin, welches dank des Protamin- und Zinkanteils unter der Haut auskristallisiert und deshalb nur verzögert aufgenommen wird, was zu einer verlängerten Wirkdauer führt. Die Injektion erfolgt subkutan.
(Achtung: In der Broschüre für Tierhalter stellt Boehringer in einer Zeichnung noch immer die Injektion in den Nacken dar. Dies sollte lt. Telefonat mit Boehringer zwar geändert werden, wir sind jedoch nicht darüber informiert, ob und in welchem Maße dies schon geschehen ist.
Auch auf der entsprechenden Seite der Uni Zürich wird noch in den Nacken gespritzt. Zitat: "ProZinc wird zweimal täglich mittels subkutaner Injektion in den Nacken oder die Seite der Katze verabreicht." (Quelle: http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm ... halt_c.htm - herunterscrollen bis zu "ProZinc® 40 IU/ml ad us. vet., Injektionssuspension")
Beide Informationen sind falsch und gefährlich! Bitte spritzen Sie niemals in den Nacken. Mehr Informationen hierzu unter: Wohin muss ich meine Katze spritzen?)
ProZinc wird zweimal täglich verabreicht. Die vom Hersteller empfohlene Dosis liegt um ein Vielfaches höher, als wir dies empfehlen können. Eine Ursache dürfte in der bei Tierärzten weitverbreiteten, aber für diabetische Katzen wenig geeigneten Ernährung mit stärkehaltigen Futtermitteln wie z.B. "Diabetic" von Royal Canin liegen, dessen NfE 16% i. Tr. im Nassfutter und 28,25% i. Tr. im Trockenfutter beträgt. Futtermittel mit einem NfE-Wert unter 10% sind viel besser geeignet - aber nicht beim Tierarzt erhältlich(!) - und werden auch von Prof. Dr. Cynthia Ward der Universität von Georgia (USA) empfohlen (Quelle: Broschüre "Diabetes-Fachkreis" von Boehringer, 21. November 2014, Seite 15, Folie 1.22.)
Diese Broschüre wurde uns freundlicherweise von Boehringer zur Verfügung gestellt. Auch im "Therapieleitfaden zur Neueinstellung von diabetischen Katzen" mit ProZinc fordert Boehringer wörtlich:
"Fütterungsmanagement
Empfehlung: proteinreich, kohlenhydratarm (!), mehrmals täglich"
Niemand aber scheint einen Widerspruch darin zu sehen, wenn Boehringer gegen die eigenen Empfehlungen zusammen mit Royal Canin Werbeveranstaltungen anbietet - bei denen mit Sicherheit keine Futtermittel unter 10% NfE angepriesen werden. An diesen, beschönigend als "Fortbildungen" bezeichneten Veranstaltungen des Firmenduos können Tierärzte, zudem nur kostenpflichtig(!) teilnehmen... und erhalten dafür anerkannte "Fortbildungspunkte". Das lässt leider jede Sinnhaftigkeit vermissen, denn mit einer "Fortbildung" hat eine solche Marketingmaßnamen nichts zu tun. Hier geht es allein um den Verkauf der eigenen Produkte, um die Umsatzsteigerung. Konzerne, die dergleichen von ihrer Zielgruppe auch noch bezahlt bekommen, dürfte es in anderen Branchen selten geben. Auch unsere Mailpartnerin, Claudia Rade von Royal Canin, welche auf gezielte Nachfrage leider nicht in der Lage war, den Vorteil der Stärkezugabe ins Futter einer diabetischen Katze zu erklären, ist eine der Referentinnen bei dieser "Fortbildung". (Siehe hierzu: Diskussion mit Royal Canin).
Boehringer büßt mit diesem Schulterschluss mit Royal Canin jede Glaubwürdigkeit ein. Auch hier geht es ganz offensichtlich nicht um das Wohl des felinen Patienten, wie die Werbekampagne des Insulins "speziell für die Katze" den Naiven glauben machen möchte.
Für die Zulassung eines neuen Medikaments muss jeder Hersteller dessen Wirksamkeit in Studien beweisen. Bei der Zulassungsstudie für ProZinc handelt sich um eine Feldstudie an 176 Katzen. Das Wort "Feldstudie" bedeutet, dass an dieser Studie verschiedene Praxen oder Kliniken teilgenommen haben, deren Tierärzte verschiedene Erfahrungen und Präferenzen haben. Auf die wichtigste und sicherste Art der Datengewinnung, nämlich auf ein konstantes Homemonitoring durch den Tierhalter, wurde in der Studie (ebenso wie in der Broschüre für Tierhalter) verzichtet. Auch die Kontrolle von Ketonkörpern durch den Tierhalter war nicht Teil der Studie, was sicherlich die relativ hohe Anzahl von Ketoacidosen während der Studie erklärt. Die Ernährung der Katzen war nicht einheitlich bei einem NfE unter 10%. Die Kontrolle der Probanden erfolgte lediglich durch eine tageweise stationäre Aufnahme an bestimmten Tagen der Studie, also letztlich unter Stress.
Vor allem vor diesem Hintergrund besonders auffällig sind die sehr häufigen Hypoglykämien von 13%(!) der Versuchskatzen - nämlich 23 von 176 Katzen - bei denen im deutschen Text wörtlich "MINDESTENS EINMAL EINE" Hypoglykämie festgestellt wurde. Man beachte diese Formulierung. Es können somit auch mehrere Hypoglykämien beim gleichen Probanden festgestellt werden, ohne dass diese die Statistik erhöhen. (Quelle: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/doc ... 147211.pdf)
Auch diese häufigen Unterzuckerungen lassen die von Boehringer empfohlene Startdosierung fragwürdig erscheinen.
Genauer sind die Nebenwirkungen, insbesondere die Zahlen zu den häufigen Unterzuckerungen auf der englischen Seite http://www.drugs.com/vet/prozinc.html aufgelistet und beschrieben. Hier die Übersetzung des englischen Textes:
Feldstudie zur Wirksamkeit:
In einer 45-tägigen Feldstudie zur Wirksamkeit von ProZinc erhielten 176 Katzen ProZinc Insulin. Bei 71 der Katzen traten zu verschiedenen Zeiten innerhalb der Studie Hypoglykämien auf (definiert als ein Blutzuckerwert von <50 mg/dl). Die klinische Zeichen der Hypoglykämien waren in der Regel von milder Natur (beschrieben als träge, apathisch, schwach, zitternd, unkoordinierte, müde, mit glasigen Augen oder benommen). 17 Fälle mussten vom Tierarzt mit oraler Gabe von Glukose, anderen Ergänzungsfuttermitteln oder Futter behandelt werden. In den meisten Fällen traten keine klinischen Symptome auf und sie erhielten keinerlei Behandlung. Eine Katze erlitt eine schwere Hypoglykämie mit Bewusstlosigkeit, Seitenlage, Unterkühlung und Krampfanfällen. Alle Fälle von Hypoglykämie erholten sich mit der entsprechenden Therapie und, wenn nötig, einer Dosisreduktion.
Drei Katzen hatten Reaktionen an der Injektionsstelle, die entweder als klein und punktförmig oder als rote Läsionen, Verletzungen am Hals sowie tastbare subkutane Verdickungen beschrieben wurden. Alle Reaktionen an der Injektionsstelle verschwanden ohne Therapie oder das Absetzen des Insulins wieder.
Vier Katzen entwickelten während der Studie eine diabetische Neuropathie, welche sich durch einen plantigraden Gang äußerte. Drei Katzen begannen die Studie bereits mit plantigradem Gang, bei einer verschwand dieser wieder ab Tag 45. Bei vier Katzen wurden während der Studie eine diabetische Ketoazidose diagnostiziert. Zwei wurden aufgrund des schlechten Ansprechens auf die Behandlung euthanasiert. Fünf weitere Katzen wurden während der Studie euthanasiert, eine davon wegen einer Hypoglykämie. Vier Katzen hatten ProZinc-Insulin für weniger als eine Woche erhalten und wurden wegen Verschlechterung von Begleiterkrankungen euthanasiert.
Folgende zusätzliche klinische Beobachtungen oder Diagnosen wurden bei den Katzen während der Wirksamkeits-Feldstudie festgestellt: Erbrechen, Lethargie, Durchfall, Zystitis/Hämaturie, Infektionen der oberen Atemwege, harter Kot, Haarausfall, Augenausfluss, anormale Stimmgebung, schwarzer Stuhl und schnelle Atmung.
Erweiterte Nutzungsfeldstudie
Katzen, welche die Wirksamkeits-Studie abgeschlossen hatten, wurden in eine erweiterte Feldstudie aufgenommen, deren Ziel in der Gewinnung von Daten zur längeren Nutzung des Insulins bestand. In dieser Studie erhielten 145 Katzen ProZinc-Insulin für bis zu weiteren 136 Tagen.
Die Nebenwirkungen waren ähnlich denen, die bei der 45-Tage-Wirksamkeitsstudie angegeben wurden und sind im folgenden nach abnehmender Häufigkeit aufgeführt: Erbrechen, Hypoglykämie, Anorexie /Appetitlosigkeit, Durchfall, Lethargie, Zystitis / Hämaturie und Schwäche. Zwanzig Katzen hatten Symptome einer Hypoglykämie - sie waren: schwach, träge, unsicher, wackelig, hatten Krampfanfälle, zitterten, oder waren benommen. Die meisten von ihnen wurden vom Besitzer oder Tierarzt mit oraler Gabe von Glukose oder Futter behandelt; andere erhielten intravenös Glukose. Eine Katze erlitt eine schwere Hypoglykämie mit Krampfanfällen und Erblindung. Der Kater erholte sich nach einer unterstützenden Therapie vollständig und beendete die Studie. Alle Fälle von Hypoglykämie erholten sich mit der entsprechenden Therapie und, wenn nötig, einer Dosisreduktion.
Vierzehn Katzen starben oder wurden während der verlängerten Nutzungs-Studie euthanasiert. In zwei Fällen führte die weitere Verwendung von Insulin trotz Appetitlosigkeit und Anzeichen einer Hypoglykämie zum Tod. In einem Fall entschieden die Tierhalter nach einer mutmaßlichen Hypoglykämie die Therapie nicht fortzusetzen. Der Rest wurde aufgrund einer Verschlechterung von Begleiterkrankungen oder des Diabetes mellitus euthanasiert.
Welche Erkenntnisse kann man aus einer Studie ohne Hometesting, ohne Ketonkontrolle durch den Tierhalter, mit unggeeigneter Fütterung ziehen?... Im Wesentlichen wird deshalb auch lediglich festgestellt, dass ProZinc in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel einer diabetischen Katze zu senken. Damit befindet sich ProZinc-Insulin in guter Gesellschaft mit so ziemlich allen derzeit auf dem Markt erhältlichen Insulinprodukten.
Besser und im Interesse der Katzen wünschenswert wäre es gewesen, ein Insulinanalogon für Katzen zuzulassen - was vermutlich aus patentrechtlichen und Kostengründen nicht erfolgte.
Die Einführung von ProZinc hat nach unserer Meinung vor allem wirtschaftliche Gründe; medizinische Gründe oder gar ein besonderes Interesse des Herstelles an der Katze waren hier wohl kaum ausschlaggebend.
Darüber hinaus ist eine Remission bei Verwendung von Lantus (Wirkstoff Glargin) wahrscheinlicher als bei Verwendung von PZI oder Lente-Insulin 3. Zwar wurden auch in dieser Studie nach unserer Erfahrung ebenfalls zu hohe Startdosierungen gewählt, die Remissionsrate war jedoch, wie anhand des Wirkprofils zu erwarten, unter dem Insulinanalogon am höchsten.
Nachteilig wirkt sich auch die große Packungseinheit von 10 ml zu je ca. 55,-- Euro aus, also 400 IE pro Flasche. In kleineren Mengen ist ProZinc leider nicht erhältlich. Die Aufbrauchsfrist nach erster Entnahme beträgt 60 Tage. Die diabetische Katze müsste also, um diese Insulinmengen aufzubrauchen, ca. 7 IE pro Tag verbrauchen, was bei einer sinnvollen Ernährung mit Futtermitteln ohne Stärkezusatz und einem NfE unter 10% meist nicht der Fall ist. Bei den Lantus- und Levemir-Penampullen liegen dem Tierhalter 5 Ampullen zu je 3 ml (300 IE) vor. Und auch 3 ml können viele Tierhalter nicht annähernd aufbrauchen. Selbst Caninsulin bietet Durchstechflaschen mit 2,5 ml (100 IE) Inhalt an.
ProZinc Insulin kann zumindest in den Praxen, die bisher ausschließlich Caninsulin verwendet haben, aufgrund der flacheren Wirkstoffkurve im Vergleich zu Caninsulin von Vorteil für die Patienten sein.
Für Tierhalter, die lieber ein bei Katzen bewährtes, sicherers und nachweislich gut geeignetes Produkt, wie Levemir oder Lantus verwenden möchten, bringt es jedoch keine Erleichterung. Ganz im Gegenteil müssten diese nun, um dem deutschen Arzneimittelgesetz Genüge zu tun, sowohl erst ProZinc und dann auch noch das schlechter geeignete Caninsulin einsetzen, ehe der Tierarzt rechtskonform ein Insulinanalogon verschreiben darf. Damit geht wertvolle Zeit für den Patienten verloren, Insulinresistenzen oder Ketoacidosen können entstehen. Es liegt somit nahe, dass sich Tierhalter oft auf anderem, wenig gesetzeskonformem Weg, z.B. über den Hausarzt per Privatrezept oder humane Diabetiker in der Bekannt- oder Verwandtschaft etc., das gewünschte Präparat beschaffen. Die Zulassung von ProZinc dürfte diese Situation noch verschärfen. Und das ist - unserer Meinung nach - der größte Nachteil des "neuen" ProZinc-Insulins "speziell für Katzen".
Fußnote 1: (Norsworthy, Gary; Lynn, Randy; Cole, Cynthia (2009): Preliminary study of protamine zinc recombinant insulin for the treatment of diabetes mellitus in cats. In: Vet Ther 10 (1-2), S. 2428 und Nelson, R. W.; Henley, K.; Cole, C. (2009): Field safety and efficacy of protamine zinc recombinant human insulin for treatment of diabetes mellitus in cats. In: J. Vet. Intern. Med. 23 (4), S. 787793. DOI: 10.1111/j.1939-1676.2009.0342.x.)
Fußnote 2: (Mehnert, H.; Standl, E.; Usadel, K.-H; Häring, H.-U (Hrsg.) (2003): Diabetologie in Klinik und Praxis. 5. Aufl. Stuttgart: Thieme.)
Fußnote 3: (Marshall, R. D.; Rand, J. S.; Morton, J. M. (2009): Treatment of newly diagnosed diabetic cats with glargine insulin improves glycaemic control and results in higher probability of remission than protamine zinc and lente insulins. In: J Feline Med Surg 11 (8), S. 683691. DOI: 10.1016/j.jfms.2009.05.016.)
De website behoort tot een Duitse dierenartsenpraktijk, die gespecialiseerd is in kattendiabetes en bijkomende aandoeningen.
ProZinc - Ein Insulin speziell für Katzen?
Lange Zeit war Caninsulin als einziges Insulin für Katzen und Hunde in Deutschland zugelassen. Inzwischen gibt es ein weiteres Insulin mit Namen ProZinc. ProZinc wurde von der Firma Boehringer nur für Katzen zugelassen - nicht für Hunde. In den USA war bereits seit Jahren ein Protamin-Zink-Insulin (abgekürzt PZI) auf dem Markt. Dabei handelte es sich jedoch um ein bovines Insulin, welches aus Bauchspeicheldrüsen von Rindern hergestellt wurde. Rinderinsulin wird von Katzen gut vertragen, da die Abfolge der Aminosäuren bis auf eine einzige identisch mit dem der Katze ist. Beschaffungsprobleme bei den Rohstoffen führten jedoch zur Einstellung der PZI-Produktion 1. Das von der Firma Boehringer nun zugelassene ProZinc ist ein gentechnisch hergestelltes, rekombinantes humanes Protamin-Zink-Insulin (abgekürzt PZIR). Es gehört somit zur gleichen Wirkstoffgruppe - zu den PZI - lässt aber den entscheidenden Vorteil für Katzen, den der gleichen Aminosäureabfolge vermissen und ist somit nicht mit diesem identisch.
Die Wirkstoffgruppe der PZI kann bereits auf eine lange Geschichte in der Medizin zurückblicken. Schon Ende der 1920er Jahre wurde das erste Protamin-Zink-Insulin in und für die Humanmedizin entwickelt. Bis in die 1960er Jahre waren PZI dort von Bedeutung. Inzwischen wurde Protamin-Zink-Insulin jedoch weitestgehend von den Insulinanaloga (z.B. Levemir und Lantus) verdrängt, da PZI u.a. folgende Nachteile aufweisen:
- kürzere Wirkdauer,
- ein ausgeprägtes dosisabhängiges Wirkmaximum (steile Kurve und damit erhöhte Gefahr von Hypoglykämien),
- die Notwendigkeit des Durchmischens vor der Injektion und damit ungenaue Dosierung, wenn nicht ausreichend durchmischt wird sowie
- die Abhängigkeit der Wirkdauer von der Injektionsstelle 2
In Deutschland ist deshalb KEIN Protamin-Zink-Insulin in der Humanmedizin mehr zugelassen. Europaweit gibt es nur in England noch ein Insulin dieser Wirkstoffgruppe: Hypurin - allerdings hier wieder auf boviner Basis.
Der Patentschutz für neu entwickelte Medikamente läuft in der Regel 20 Jahre. In dieser Zeit darf kein Mitbewerber Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff herstellen, wodurch die hohen Entwicklungskosten für neue Medikamente honoriert werden sollen. Sind diese Rechte bei älteren Arzneimitteln abgelaufen, kann jeder andere Hersteller Medikamente mit diesen Wirkstoffen herstellen und vertreiben - genau so, wie beim ProZinc-Insulin geschehen.
Die "Neuzulassung" in der Tiermedizin ist im Falle von ProZinc also genaugenommen ein "Recycling" eines in der Humanmedizin seit Jahrzehnten veralteten und in Deutschland nicht mehr erhältlichen Wirkstoffs.
Fachinformationen zu ProZinc vom Hersteller finden sich bisher nur recht spärlich, (http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/doc ... 147211.pdf) denn noch liegen wenig Erfahrungen bei Katzen zum gentechnisch hergestellten ProZinc vor. Die bisherigen Daten lassen vermuten, dass die Wirkstoffkurve flacher und länger als mit Caninsulin, jedoch steiler und kürzer als bei Levemir oder Lantus ausfällt.
Auch wir beurteilen dieses Insulin momentan als für Katzen besser geeignet als der Mitbewerber Canininsulin - jedoch schlechter geeignet als die beiden Insulinanaloga Levemir und Lantus aus der Humanmedizin.
Bei ProZinc handelt es sich um ein 40er Insulin, welches dank des Protamin- und Zinkanteils unter der Haut auskristallisiert und deshalb nur verzögert aufgenommen wird, was zu einer verlängerten Wirkdauer führt. Die Injektion erfolgt subkutan.
(Achtung: In der Broschüre für Tierhalter stellt Boehringer in einer Zeichnung noch immer die Injektion in den Nacken dar. Dies sollte lt. Telefonat mit Boehringer zwar geändert werden, wir sind jedoch nicht darüber informiert, ob und in welchem Maße dies schon geschehen ist.
Auch auf der entsprechenden Seite der Uni Zürich wird noch in den Nacken gespritzt. Zitat: "ProZinc wird zweimal täglich mittels subkutaner Injektion in den Nacken oder die Seite der Katze verabreicht." (Quelle: http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm ... halt_c.htm - herunterscrollen bis zu "ProZinc® 40 IU/ml ad us. vet., Injektionssuspension")
Beide Informationen sind falsch und gefährlich! Bitte spritzen Sie niemals in den Nacken. Mehr Informationen hierzu unter: Wohin muss ich meine Katze spritzen?)
ProZinc wird zweimal täglich verabreicht. Die vom Hersteller empfohlene Dosis liegt um ein Vielfaches höher, als wir dies empfehlen können. Eine Ursache dürfte in der bei Tierärzten weitverbreiteten, aber für diabetische Katzen wenig geeigneten Ernährung mit stärkehaltigen Futtermitteln wie z.B. "Diabetic" von Royal Canin liegen, dessen NfE 16% i. Tr. im Nassfutter und 28,25% i. Tr. im Trockenfutter beträgt. Futtermittel mit einem NfE-Wert unter 10% sind viel besser geeignet - aber nicht beim Tierarzt erhältlich(!) - und werden auch von Prof. Dr. Cynthia Ward der Universität von Georgia (USA) empfohlen (Quelle: Broschüre "Diabetes-Fachkreis" von Boehringer, 21. November 2014, Seite 15, Folie 1.22.)
Diese Broschüre wurde uns freundlicherweise von Boehringer zur Verfügung gestellt. Auch im "Therapieleitfaden zur Neueinstellung von diabetischen Katzen" mit ProZinc fordert Boehringer wörtlich:
"Fütterungsmanagement
Empfehlung: proteinreich, kohlenhydratarm (!), mehrmals täglich"
Niemand aber scheint einen Widerspruch darin zu sehen, wenn Boehringer gegen die eigenen Empfehlungen zusammen mit Royal Canin Werbeveranstaltungen anbietet - bei denen mit Sicherheit keine Futtermittel unter 10% NfE angepriesen werden. An diesen, beschönigend als "Fortbildungen" bezeichneten Veranstaltungen des Firmenduos können Tierärzte, zudem nur kostenpflichtig(!) teilnehmen... und erhalten dafür anerkannte "Fortbildungspunkte". Das lässt leider jede Sinnhaftigkeit vermissen, denn mit einer "Fortbildung" hat eine solche Marketingmaßnamen nichts zu tun. Hier geht es allein um den Verkauf der eigenen Produkte, um die Umsatzsteigerung. Konzerne, die dergleichen von ihrer Zielgruppe auch noch bezahlt bekommen, dürfte es in anderen Branchen selten geben. Auch unsere Mailpartnerin, Claudia Rade von Royal Canin, welche auf gezielte Nachfrage leider nicht in der Lage war, den Vorteil der Stärkezugabe ins Futter einer diabetischen Katze zu erklären, ist eine der Referentinnen bei dieser "Fortbildung". (Siehe hierzu: Diskussion mit Royal Canin).
Boehringer büßt mit diesem Schulterschluss mit Royal Canin jede Glaubwürdigkeit ein. Auch hier geht es ganz offensichtlich nicht um das Wohl des felinen Patienten, wie die Werbekampagne des Insulins "speziell für die Katze" den Naiven glauben machen möchte.
Für die Zulassung eines neuen Medikaments muss jeder Hersteller dessen Wirksamkeit in Studien beweisen. Bei der Zulassungsstudie für ProZinc handelt sich um eine Feldstudie an 176 Katzen. Das Wort "Feldstudie" bedeutet, dass an dieser Studie verschiedene Praxen oder Kliniken teilgenommen haben, deren Tierärzte verschiedene Erfahrungen und Präferenzen haben. Auf die wichtigste und sicherste Art der Datengewinnung, nämlich auf ein konstantes Homemonitoring durch den Tierhalter, wurde in der Studie (ebenso wie in der Broschüre für Tierhalter) verzichtet. Auch die Kontrolle von Ketonkörpern durch den Tierhalter war nicht Teil der Studie, was sicherlich die relativ hohe Anzahl von Ketoacidosen während der Studie erklärt. Die Ernährung der Katzen war nicht einheitlich bei einem NfE unter 10%. Die Kontrolle der Probanden erfolgte lediglich durch eine tageweise stationäre Aufnahme an bestimmten Tagen der Studie, also letztlich unter Stress.
Vor allem vor diesem Hintergrund besonders auffällig sind die sehr häufigen Hypoglykämien von 13%(!) der Versuchskatzen - nämlich 23 von 176 Katzen - bei denen im deutschen Text wörtlich "MINDESTENS EINMAL EINE" Hypoglykämie festgestellt wurde. Man beachte diese Formulierung. Es können somit auch mehrere Hypoglykämien beim gleichen Probanden festgestellt werden, ohne dass diese die Statistik erhöhen. (Quelle: http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/doc ... 147211.pdf)
Auch diese häufigen Unterzuckerungen lassen die von Boehringer empfohlene Startdosierung fragwürdig erscheinen.
Genauer sind die Nebenwirkungen, insbesondere die Zahlen zu den häufigen Unterzuckerungen auf der englischen Seite http://www.drugs.com/vet/prozinc.html aufgelistet und beschrieben. Hier die Übersetzung des englischen Textes:
Feldstudie zur Wirksamkeit:
In einer 45-tägigen Feldstudie zur Wirksamkeit von ProZinc erhielten 176 Katzen ProZinc Insulin. Bei 71 der Katzen traten zu verschiedenen Zeiten innerhalb der Studie Hypoglykämien auf (definiert als ein Blutzuckerwert von <50 mg/dl). Die klinische Zeichen der Hypoglykämien waren in der Regel von milder Natur (beschrieben als träge, apathisch, schwach, zitternd, unkoordinierte, müde, mit glasigen Augen oder benommen). 17 Fälle mussten vom Tierarzt mit oraler Gabe von Glukose, anderen Ergänzungsfuttermitteln oder Futter behandelt werden. In den meisten Fällen traten keine klinischen Symptome auf und sie erhielten keinerlei Behandlung. Eine Katze erlitt eine schwere Hypoglykämie mit Bewusstlosigkeit, Seitenlage, Unterkühlung und Krampfanfällen. Alle Fälle von Hypoglykämie erholten sich mit der entsprechenden Therapie und, wenn nötig, einer Dosisreduktion.
Drei Katzen hatten Reaktionen an der Injektionsstelle, die entweder als klein und punktförmig oder als rote Läsionen, Verletzungen am Hals sowie tastbare subkutane Verdickungen beschrieben wurden. Alle Reaktionen an der Injektionsstelle verschwanden ohne Therapie oder das Absetzen des Insulins wieder.
Vier Katzen entwickelten während der Studie eine diabetische Neuropathie, welche sich durch einen plantigraden Gang äußerte. Drei Katzen begannen die Studie bereits mit plantigradem Gang, bei einer verschwand dieser wieder ab Tag 45. Bei vier Katzen wurden während der Studie eine diabetische Ketoazidose diagnostiziert. Zwei wurden aufgrund des schlechten Ansprechens auf die Behandlung euthanasiert. Fünf weitere Katzen wurden während der Studie euthanasiert, eine davon wegen einer Hypoglykämie. Vier Katzen hatten ProZinc-Insulin für weniger als eine Woche erhalten und wurden wegen Verschlechterung von Begleiterkrankungen euthanasiert.
Folgende zusätzliche klinische Beobachtungen oder Diagnosen wurden bei den Katzen während der Wirksamkeits-Feldstudie festgestellt: Erbrechen, Lethargie, Durchfall, Zystitis/Hämaturie, Infektionen der oberen Atemwege, harter Kot, Haarausfall, Augenausfluss, anormale Stimmgebung, schwarzer Stuhl und schnelle Atmung.
Erweiterte Nutzungsfeldstudie
Katzen, welche die Wirksamkeits-Studie abgeschlossen hatten, wurden in eine erweiterte Feldstudie aufgenommen, deren Ziel in der Gewinnung von Daten zur längeren Nutzung des Insulins bestand. In dieser Studie erhielten 145 Katzen ProZinc-Insulin für bis zu weiteren 136 Tagen.
Die Nebenwirkungen waren ähnlich denen, die bei der 45-Tage-Wirksamkeitsstudie angegeben wurden und sind im folgenden nach abnehmender Häufigkeit aufgeführt: Erbrechen, Hypoglykämie, Anorexie /Appetitlosigkeit, Durchfall, Lethargie, Zystitis / Hämaturie und Schwäche. Zwanzig Katzen hatten Symptome einer Hypoglykämie - sie waren: schwach, träge, unsicher, wackelig, hatten Krampfanfälle, zitterten, oder waren benommen. Die meisten von ihnen wurden vom Besitzer oder Tierarzt mit oraler Gabe von Glukose oder Futter behandelt; andere erhielten intravenös Glukose. Eine Katze erlitt eine schwere Hypoglykämie mit Krampfanfällen und Erblindung. Der Kater erholte sich nach einer unterstützenden Therapie vollständig und beendete die Studie. Alle Fälle von Hypoglykämie erholten sich mit der entsprechenden Therapie und, wenn nötig, einer Dosisreduktion.
Vierzehn Katzen starben oder wurden während der verlängerten Nutzungs-Studie euthanasiert. In zwei Fällen führte die weitere Verwendung von Insulin trotz Appetitlosigkeit und Anzeichen einer Hypoglykämie zum Tod. In einem Fall entschieden die Tierhalter nach einer mutmaßlichen Hypoglykämie die Therapie nicht fortzusetzen. Der Rest wurde aufgrund einer Verschlechterung von Begleiterkrankungen oder des Diabetes mellitus euthanasiert.
Welche Erkenntnisse kann man aus einer Studie ohne Hometesting, ohne Ketonkontrolle durch den Tierhalter, mit unggeeigneter Fütterung ziehen?... Im Wesentlichen wird deshalb auch lediglich festgestellt, dass ProZinc in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel einer diabetischen Katze zu senken. Damit befindet sich ProZinc-Insulin in guter Gesellschaft mit so ziemlich allen derzeit auf dem Markt erhältlichen Insulinprodukten.
Besser und im Interesse der Katzen wünschenswert wäre es gewesen, ein Insulinanalogon für Katzen zuzulassen - was vermutlich aus patentrechtlichen und Kostengründen nicht erfolgte.
Die Einführung von ProZinc hat nach unserer Meinung vor allem wirtschaftliche Gründe; medizinische Gründe oder gar ein besonderes Interesse des Herstelles an der Katze waren hier wohl kaum ausschlaggebend.
Darüber hinaus ist eine Remission bei Verwendung von Lantus (Wirkstoff Glargin) wahrscheinlicher als bei Verwendung von PZI oder Lente-Insulin 3. Zwar wurden auch in dieser Studie nach unserer Erfahrung ebenfalls zu hohe Startdosierungen gewählt, die Remissionsrate war jedoch, wie anhand des Wirkprofils zu erwarten, unter dem Insulinanalogon am höchsten.
Nachteilig wirkt sich auch die große Packungseinheit von 10 ml zu je ca. 55,-- Euro aus, also 400 IE pro Flasche. In kleineren Mengen ist ProZinc leider nicht erhältlich. Die Aufbrauchsfrist nach erster Entnahme beträgt 60 Tage. Die diabetische Katze müsste also, um diese Insulinmengen aufzubrauchen, ca. 7 IE pro Tag verbrauchen, was bei einer sinnvollen Ernährung mit Futtermitteln ohne Stärkezusatz und einem NfE unter 10% meist nicht der Fall ist. Bei den Lantus- und Levemir-Penampullen liegen dem Tierhalter 5 Ampullen zu je 3 ml (300 IE) vor. Und auch 3 ml können viele Tierhalter nicht annähernd aufbrauchen. Selbst Caninsulin bietet Durchstechflaschen mit 2,5 ml (100 IE) Inhalt an.
ProZinc Insulin kann zumindest in den Praxen, die bisher ausschließlich Caninsulin verwendet haben, aufgrund der flacheren Wirkstoffkurve im Vergleich zu Caninsulin von Vorteil für die Patienten sein.
Für Tierhalter, die lieber ein bei Katzen bewährtes, sicherers und nachweislich gut geeignetes Produkt, wie Levemir oder Lantus verwenden möchten, bringt es jedoch keine Erleichterung. Ganz im Gegenteil müssten diese nun, um dem deutschen Arzneimittelgesetz Genüge zu tun, sowohl erst ProZinc und dann auch noch das schlechter geeignete Caninsulin einsetzen, ehe der Tierarzt rechtskonform ein Insulinanalogon verschreiben darf. Damit geht wertvolle Zeit für den Patienten verloren, Insulinresistenzen oder Ketoacidosen können entstehen. Es liegt somit nahe, dass sich Tierhalter oft auf anderem, wenig gesetzeskonformem Weg, z.B. über den Hausarzt per Privatrezept oder humane Diabetiker in der Bekannt- oder Verwandtschaft etc., das gewünschte Präparat beschaffen. Die Zulassung von ProZinc dürfte diese Situation noch verschärfen. Und das ist - unserer Meinung nach - der größte Nachteil des "neuen" ProZinc-Insulins "speziell für Katzen".
Fußnote 1: (Norsworthy, Gary; Lynn, Randy; Cole, Cynthia (2009): Preliminary study of protamine zinc recombinant insulin for the treatment of diabetes mellitus in cats. In: Vet Ther 10 (1-2), S. 2428 und Nelson, R. W.; Henley, K.; Cole, C. (2009): Field safety and efficacy of protamine zinc recombinant human insulin for treatment of diabetes mellitus in cats. In: J. Vet. Intern. Med. 23 (4), S. 787793. DOI: 10.1111/j.1939-1676.2009.0342.x.)
Fußnote 2: (Mehnert, H.; Standl, E.; Usadel, K.-H; Häring, H.-U (Hrsg.) (2003): Diabetologie in Klinik und Praxis. 5. Aufl. Stuttgart: Thieme.)
Fußnote 3: (Marshall, R. D.; Rand, J. S.; Morton, J. M. (2009): Treatment of newly diagnosed diabetic cats with glargine insulin improves glycaemic control and results in higher probability of remission than protamine zinc and lente insulins. In: J Feline Med Surg 11 (8), S. 683691. DOI: 10.1016/j.jfms.2009.05.016.)